Funkstille.

Montag, 16. Juni 2008

Nur weil ich nicht SOFORT und UMGEHEND Emails, Anrufe, SMS und sonstigen digitalen Quatsch beantworte, heißt das noch lange nicht, dass ich unzuverlässig, schreibfaul und/oder feindseelig sei. Im Gegenteil. Verzögerte Antworten sind Zeichen meiner tiefen Zuneigung:

Das Dauerquasseln, das Überhandnehmen der Flatrates bedeutet doch nur, dass die sozialen Bindungen zu anderen nichts mehr wert sind. Nur ein Kleinkind muss seine Mutter stets verfügbar haben; wird der Mensch erwachsen, erlebt er, dass Beziehungen umso verlässlicher tragen, wenn man sich nicht in einem fort sieht. Dass sie in der Tiefe der Seele über längere Zeit nachwirken müssen. Deshalb suchen die Menschen sich Symbole, Ringe zum Beispiel, um ihre Zusammengehörigkeit auch in der Trennung zu spüren. Das geht durch eine dauernde akustische Verbindung verloren, wobei die Gespräche zwangsläufig verflachen. Zur Beziehungsfähigkeit eines Menschen gehört, dass er die Verbindung zu anderen in seinen Gedanken, seinem Innenraum stabil halten kann, ohne dauernd online zu sein. Und auf die Tragfähigkeit von Beziehungen ist unsere globalisierte Gesellschaft extrem angewiesen.

[Quelle: ZEIT]


Diamonds Are a Girl’s Best Friend.

Mittwoch, 11. Juni 2008

Und meiner is babyblau, stammt aus Chemnitz und hört auf den klangvollen Namen TOPAS. Hier:

Diamant Topas Schwan babyblau

Der USA-Hüftspeck macht mir doch zu schaffen und das rumradeln auf den DB-Rädern in den letzten paar Wochen hat doch erstaunlich viel Spaß gemacht (ja, Mann, du hattest recht!), sodass ich mir ein Fahrrad zulegen wollte (naja… musste, musste - will haben!!!)

Hatte ja erst überlegt, mir so ein handliches Faltrad zu kaufen, aber der Mann riet ab. Und ja, irgendwie sieht ein äußerlich erwachsener Mensch ja doch leicht lächerlich auf so einem Minirad aus. Aber ich wollte auch auf keinen Fall so ein formunschönes Vorn-Überbeug-Nackenstarre-Mountainbike-Dings mit 378 Gängen. Eher so Retro, Hollandrad, alt, Ostcharme… so wie mein Diamant-Fahrrad von damals (In meiner Erinnerung besaß ich ein grünes 20-Zoll-Hartgummireifen Rad von Diamant. Papa, stimmt das oder hab ich mir das ausgedacht?)

Jedefalls stellte ich ganz überrascht fest, dass Diamant tatsächlich noch produziert. Und zwar hübsche und dazu noch erschwinglich Räder. Und da hab ich mich verliebt (siehe oben). Musste ein bisschen rumsuchen und telefonieren, da das süße Teilchen irgendwie schon überall ausverkauft schien. (Zum Beispiel bei den Leuten der Fahrradschmiede . Aber der Achim war so nett, deshalb verlinke ich hier mal auf die).

Fündig geworden bin ich letztlich aber - ganz passend - bei Ostrad in Winsstraße in Prenzlauer Berg. Die Sandra hat mir strahlend alles fertig gemacht und noch einen überraschenden Rabatt auf Schloss und Körbchen gegeben. Kann ich also nur wärmsten empfehlen!

Von da bin ich dann auch gleich mal nach Hause geradelt und dann gestern zur Uni. Jedenfalls so Teilstrecken. Wollte eigentlich zum Botanischen Garten, hatte aber irgendwie vergessen, dass S-Bahnhof Yorckstraße (S1) nicht das gleich ist wie S-Bahnhof Yorckstraße (S25). Abgehetzt und blutig gekratzt (vom Fahrrad Treppe hoch schleppen) bin dann aber dooferweise in Lankwitz gelandet. Habe es aber nach nur einem (ausdauernden) Blick (also eher Starren) auf den Bushaltestellenstadtplan geschafft, mir Straßen, Kreuzungen und Himmelsrichtungen (Leonoren-Siemens-Birkbusch-Schloss-Eichen-Fabeck-JFK!) zu merken und tatsächlich ohne Verfahren den Weg ins JFK zu finden. Oh, ganz stolz. Leiden musste nur die Anja, die 20 Minuten auf mich gewartet hat. Sorry noch mal dafür…


1~Leben.

Sonntag, 8. Juni 2008

“Und? Haste dich schon wieder eingelebt?”

Ich weiß nicht, wie oft ich diese Frage in den letzten Wochen gehört habe. Und ich weiß auch nicht, was für eine Antwort die Fragenden darauf erwarten. (”Äh? Wann genau hatte ich mich AUSgelebt? Ach ja, damals mit 15, 16…”) Ich weiß aber, dass die letzten drei Wochen krass schnell vergangen sind und ich endlich wieder sowas ein Leben habe (nach den eher akademisch ausgerichteten letzten Monaten).

Und genau dieses Leben war in den letzten drei Wochen der Hammer. So viieeeel zu tun, so vieeele liebe Menschen sehen, so vieeeel Sonne, richtige Schokolade, eigenes Bett, ach so viiiiel Schönes! Wollte mich hier eigentlich schon viel früher wieder melden, aber war eigentlich ständig nur aufm Sprung (meist in Berlin, kurz auch mal in Düsseldorf) oder hab geschlafen.

Möchte mich auch gar nich groß in Einzelheiten verlieren, sondern nur kurz festhalten, dass ich einen ganz wunderbar tollen Empfang in der allerbesten Stadt der Welt hatte. Konnte schon in den ersten paar Tagen fast alle Leute wiedersehen, die mir am Herzen liegen. Bin auch seit drei Wochen wieder an der Uni, hab mein Zeugnis aus Princeton und wenn jetzt nichts mehr schief geht (also die Anerkennung der Leistungen aus dem Ausland klappt), dann brauch ich noch genau einen Schein und kann mich dann ins Magisterprüfungsverfahren begeben. Und in knapp einem Jahr is dann hoffentlich ganz Schluss mit Uni.

Aber jetzt erstmal Berlin, Sommer(märchen ‘08) und Fußball!!!


Zurück.

Sonntag, 18. Mai 2008

Misc 003

Mehr später (wenn ich aus dem Koma erwacht bin).


Tag 212. Aufgeschoben.

Montag, 12. Mai 2008

So. Letzte Woche geht los. Habe mir einige der schönsten Dinge bis zum Schluss aufgehoben. Folgendes steht in den nächsten 5,47 Tagen an (Erledigtes wird fett markiert; Herunterpriorisiertes (lies: nicht mehr Geschafftes) gestrichen):

  1. U.S. Einkommenssteuererstattung ausfüllen, Kopien machen (aber natürlich was im Kopierer liegen lassen - Dummbatz - Freitag Samstag abholen!) und abschicken
  2. U.S. Medical Insurance Claim Form (ähm… “Krankenkasse, gibt mir mein vorgestrecktes Geld zurück”-Vordruck) ausfüllen, Kopien machen und abschicken
  3. Postkarten an die Omas schreiben und abschicken
  4. Die wirklich allerletzen Postkarten an die Rest-Verwandt- und Bekanntschaft schreiben und abschicken (Sorry, wirklich nich mehr geschafft…)
  5. Möbel auseinanderbauen, Kram zusammenpacken, in Thomas’ Auto schleppen und in Martins Wohnung unterstellen
  6. Sachen sortieren, schauen ob alles in Koffer passt, erschrecken, Teil wegschmeißen/ verschenken, Koffer packen, testweise anheben, nochmal erschrecken, Sorgen um Übergepack machen, über 100 Dollar für Übergepäck bezahlt und dabei noch Glück gehabt (nette Dame am Schalter!!!)
  7. WWS 508b in “Audit” umwandeln lassen (Abgegeben, aber Regina war nicht da, also noch mal ne Mail schreiben)
  8. Biobliotheken: Bücher abgeben
  9. Päckchen zu UPS bringen
  10. Bank of America wissen lassen, dass ich bald nach Deutschland zurückgehe, damit die sich nicht über Auslandseinsätze meiner Karte wundern (whatev)
  11. Schließfachschlüssel abgeben (ohje… irgendwann mal per Post???) und Post übers Department umleiten lassen (Danette!)
  12. 31x Herringbones @ Banana Rep besorgen gehen
  13. Die Riesen-Pizza, die ich heute in meiner Verzweiflung (Kühlschrank leer, Magen auch, keiner nimmt mich mit Einkaufen) bestellt habe, aufessen (ich hab immerhin gefühlte sechs Achtel geschafft, aber nur weil ich den GANZEN MONTAG von früh bis spät Pizza gegessen hab…)
  14. Montag Mittwoch: Essensverabredung 1 (Whitman), Sandra; Freitag gleich noch mal (Rocky) stattdessen mit Regina Essen in Terrace, Sightseeing Cottage
  15. Bis Dienstag, 17.00 Uhr: Adhieh-Paper zu Ende schreiben
  16. Bis Dienstag, 17.00 Uhr (maximal bis Sonntag): Krugman-Paper zu Ende schreiben
  17. Dienstag: Essensverabredung 2, Thomas (+ ggf. Martin)
  18. Mittwoch: Dr. Kate besuchen
  19. Mittwoch: Dr. Julie besuchen
  20. Freitag: ECO 321 Final schreiben
  21. Bis Freitag: Mail an die ECO 321-Jungens schreiben und Geld für die Business Case Studies eintreiben
  22. 50 Dollar in bar für Hannes’ Papa nich vergessen
  23. Zimmer sauber machen
  24. Online Check-in + Sitzplatz ändern (ging nich; durch die Umbuchung war mein Ticket im System nicht mehr auffindbar)
  25. Filme für Flug aussuchen und runterladen (aber nich angeschaut, weil Akku nur für 3 Stunden reichte und 16. noch erledigt werden musste)
  26. Regina sagen, sie möge bitte den Wohnungsschlüssel abgeben (Larry!)
  27. Samstag, 12.20 Uhr: Shuttle zum Flughafen kriegen (aber haarscharf…)
  28. Jeden Tag: Mich auf zu Hause freuen!

Ach du meine Nase. Ich hoffe, das war alles. Langweilig wird die letzte Woche hier also nicht…


Tag 211. Sehnsüchte.

Sonntag, 11. Mai 2008

Ich mag Kreuzberg. Und den Karneval der Kulturen. Hier:

Karneval der Kulturen 2007a

Nein, ich bin noch nicht wieder in Berlin. Das Foto ist leider vom letzten Jahr. Da hat’s geregnet und ich hab mir den Karneval vom Wohnzimmer aus angesehen. Am Fenster gesessen, die Musik mitgehört, die Gerüche eingesogen und mich in das literarisch arg überspitzt dargestellte Leben an amerikanischen Colleges vertieft (Leseempfehlung am Rande: “I am Charlotte Simmons” von Tom Wolfe).

Genau ein Jahr später scheint alles umgekehrt und irgendwie doch nicht. Jetzt scheint in Berlin die Sonne, es wird getanzt, das Leben tobt. Währrenddessen regnet es hier, ich sitze am Fenster und denke im Geiste an den Karneval an, den die amerikanischen Collegestudenten hier um mich rum aufführen. Bunt, laut, oft überdreht und irgendwie künstlich.

Leben ist was anderes.


Tag 207. The House of a Liberal.

Mittwoch, 7. Mai 2008

Im Haus desjenigen Liberalen nämlich, dessen quasi gleichnamiges Buch (benannt nach seinem Blog bei der New York Times) er demnächst selbst an der FU vorstellen wird: “The Conscience of a Liberal”. So, Achtung. Großes Schwärmen über Professer und Professor-Haus volle Kraft voraus.

Jaaaaaaa, ich war heute bei Paul Krugman zu Hause. Nach der hauptsächlich krankheitsbedingten akademischen sowie sozialen Durststrecke der letzten Wochen hat sich das endlich mal wieder wie Princeton angefühlt. Hatte einen ganz wunderbaren Abend.

Gesprächsthemen verliefen quer durch den politischen Gemüsegarten. Von Obama (ja, er wird wohl der demokratische Kandidat) und Hillary (keine Ahnung, war alle sie zu hassen scheinen, in persona ist sie außerordentlich sympatisch), übers das öffentliche Transportwesen in den USA und Europa, die lokale Konzentration von Herstellern künstlicher Aromen in New Jersey, hin zur die soziale Stratifikation Princetons, welche es schwer mache, zeitnah einen vernünftigen Handwerker oder Poolboy zu finden (äh, Luxusproblem!) bis zum fröhlichen quakenden Frosch im Teich und den Tumor der Katze (ist raus, Katze lebt noch) schnurstracks zur kleinen Sensation des Abends: dem Amazon-Kindle (alle Männer drum rum, juchu, spielen!):

Krugman stellt den Kindle vor.

Und die ganzen anderen Themen hab ich vergessen. War einfach zu viel. Was ich aber nicht vergessen werde, ist der Witz des Abends:

- “So, Prof. Krugman, what’s the deal with the big fence? Is that to keep the deer out?”
- “Well, you know, … my mother-in-law lives around the corner…”
Stille… Dann schallendes Gelächter.
- “Wait, oh no, that didn’t come out right…”

Zur Erklärung der hohen Zäune kam er dann allerdings auch gar nicht mehr. Zu klären versucht haben wir ganz zum Schluss immerhin noch schnell das Hausarbeitsthema und den Termin seines Berlinbesuches inklusive Vortrag an der FU. Nach einigem Suchen meinte er am 21. Mai - die Website der FU sagt allerdings was vom 22. Mai. Mal sehen, wer am Ende recht hat.

Konnte mich bei der Gelegenheit auch ein bisschen in seinem Arbeitszimmer umsehen und erleichtert feststellen: Sieht genauso unordentlich kreativ aus wie bei mir. Er meinte auch, er hätte noch die gesehen, dass intellektuell erfolgreich arbeitende Leute ordentlich Schreibtische hätten. Folgendes an meine Kritiker: Da, nehmt das! Ich werde nie wieder aufräumen! Mach ich ja eh fast nie, aber jetzt kann mich auch keiner mehr vom Sinn des Gegenteils überzeugen. Ha!

Insgesamt ein voll toller Abend. Nicht viel anders als sein Kurs, außer dass es Essen gab. Der geringe Unterschied zum Geschehen im Kursraum ist sicherlich dadurch bedingt, dass Krugman eh eine sehr lockere Unterrichtsweise hat. Wenn man das Unterrichten nennen kann. Eigentlich erzählt er vorwiegend Anekdoten aus seinem Privatleben und dem seiner Eltern und Schwiegereltern. Aber als journalistisch tätiger Ökonom ist er ja tagtäglich ja nah dran am wirtschaftlichen und politischen Geschehen, sodass sich das alles (meist) irgendwie mit den Kursinhalten verbinden lässt.

So hat er uns letztens z.B. das Theme Produktivität ganz bildlich vor Augen geführt. Erster Tag schönes Wetter in diesem Semester und er schlug vor, einen Teil der Sitzung im Freien abzuhalten.

Krugman bringt die Wahrheit ans Licht.

So haben wir zumindest hautnah erfahren können, was Produktivität NICHT ist: Ne angenehme Mischung aus chillig, entspannt und “Oh, ich hab den ersten Sonnenbrand dieses Jahres!”. Prima, diese Nicht-Produktivität. Bald wieder. Aber jetzt erstmal Hausarbeiten…


Tag 206. Von Vögeln.

Dienstag, 6. Mai 2008

Davon handelt dieser Eintrag: Von Vögeln. Nicht vom Vögeln. Aber das treibt zukünftig weitere verrückte Vögel auf meine Seite. (Hallo, ihr Schmutzfinken! Nein, über solche Dinge schreib ich nicht. Ts, ts, ts…) Stattdessen folgendes:

Ich stelle fest: Ich verweichliche.

Nicht nur, dass ich mir seit meiner Ankunft in Princeton 15 Paar Schuhe gekauft habe, nein, jetzt renne ich schon Tierbabies hinterher… Wie so’n Mädchen.

Die Enten/Gänse* hinter meinem Haus haben geworfen. Sozusagen kleine Watschels ausgebrütet. Und die bin ich heut mal etwas scheuchen gegangen. Ja, ich bin offensichtlich wieder halbwegs auf den Beinen. Aber diese winzigen, schmutziggelben, wuseligen, wuschligen, kuscheligen, flauschigen Ententierchen sind jetzt auch nicht so die Konkurrenz. Aber dafür gaaaaaaaaaaaaaanz süüüüüüüüß. So hier nämlich:

Enten 012a

Drauf klicken - dann gibt’s noch mehr Watschels. Ja, ich mache mir auch Angst. Und nein, ich bin nicht schwanger. Auch von Torschlusspanik und tickender biologischer Uhr keine Spur. Ich habe einfach nur einen herzallerliebsten Knall. Und der nimmt mich bereits rund um die Uhr in Anspruch.

*Übrigens habe ich jetzt auch endlich mal nachgeschlagen, von wegen Enten oder Gänse oder wattdennnu. Und was finde ich? Sehr aufschlussreich: “Die Familie der Entenvögel ist die artenreichste aus der Ordnung der Gänsevögel.” Sowie: “Die Gänse sind in der biologischen Systematik der Vögel eine Unterfamilie der Entenvögel.” Klingt unlogisch? Dachte ich auch erst. Dann aber fand ich folgendes Spannende Systematik (meine Opa wäre SO STOLZ auf mich):

- Unterstamm: Wirbeltiere
- Klasse: Vögel
- Ordnung: Gänsevögel
- Familie: Entenvögel
- Unterfamilie: Gänse

Aha. Ich lag also nie ganz falsch. Ich sage zukünftig einfach Enten(vögel). Da sind dann die Enten und die Gänse mit drin. Zukünftig - also die nächsten 11 Tage. Dann is ja eh Schluss mit Tierchen vorm Haus. Und an dieser Stelle macht sich nun doch Torschlusspanik breit.

Hausarbeiten!


Tag 205. Sicherheitshinweis.

Montag, 5. Mai 2008

SAFETY WARNING: Hard Candies Can Be Slippery and Cause Choking - Especially in Children.

Sagt die wenig ressourcenbewusste Einzelverpackung des Bonbons, der* gerade in meinen Mund wanderte. Naja, was ich halt so lese, wenn ich eigentlich was zum US-amerikanischen Gesundheitswesen lesen sollte. Obwohl - hat zumindest entfernt was damit zu tun.

*Ich weiß, ich weiß… man kann auch “das Bonbon” sagen. Ich mag “der Bonbon” aber lieber. Habe die beiden Varianten aber mal mit Hilfe des neuesten virtuellen Firlefanz gegeneinander antreten lassen - und bzgl. meiner Favorisierung quasi Recht behalten (sofern man in diesem Zusammengang von ‘Recht’ sprechen kann).

Nämlich hier: Googlefight. Ganz großes Kino! Kann man ewig mit spielen. So kann man dort u.a. erfahren, wer Präsidentschaftskandidat der Demokraten wird. Oder seinen Mann gegen Brad Pitt antreten lassen und sich folgerichtig darin bestätigt sehen, dass es doch einen Gott gibt. Wusste ich eh…


Tag 200. Für‘n Arsch den Allerwertesten.

Mittwoch, 30. April 2008

Ich bitte meine Ausdrucksweise zu entschuldigen.

Sie ist aber leider nur zu treffend - im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Gemeint ist: US-amerikanisches Klopapier. Oder “bathroom tissue” wie sie es hier politisch-hygenisch-korrekt nennen. (Auf diese Diskussion lass ich mich gar nicht erst ein… Badezimmerzellstoff… WTF?)

Auf fast wundersame Weise bin ich ja (zumindest im eigenen Haushalt) bisher um das berühmte einlagige US-Putzwerkzeug drumrum gekommen. Möglicherweise haben sich meine Mitbewohner ja schon gewundert, warum ich in scheinbar weiser Vorausschau immer ganz freiwillig und in Megafamilienpackungen die weißen Rollen angeschleppt, ja quasi auf Vorrat gehortet hab. Das war nich ganz uneigennützig. (Aber wer ist das schon?) Selberkaufen sichert traditionelles 4-lagiges, herrlich weiches Klopapier. Eben genau der Stoff, der Mitteleuropäer zu “Faltern” macht. Wohingegen Amerikaner aufgrund ihres dünnhäutigen, durchscheinenden Zellstoffs zu “Knüllern” mutieren (Ich verkneife mir hier weitere Seitenhiebe auf “na, wer halt sonst nich so der Knüller is”. Ah, ich konnte es nich lassen. Dayum…)

Leider setzte meine Aufmerksamkeit am Wochenende aus. Meine Mitbewohnerin kündigte an, sie würde einkaufen fahren. Bräuchten wir noch irgendwas? Hmm, Klopapier is fast alle… Zwei Tage später stand dann ne neue Packung unten am Treppenabsatz. Da hab ich mir noch nich weiter was dabei gedacht. Bis eben. Der Versuch, mich mit dem Zeug abzuschminken wurde dann nich so der Knüller. Das dünne Zeug mit nassen Händen knüllen is auch echt nich einfach. Wer denkt sich so einen Mist aus??? (Ich hätte an dieser Stelle noch einen weiteren Seitenhieb im Angebot - auf US-amerikanisches Design/Architektur)

Wenigstens hat sie nur ne kleine Packung gekauft. Bei dem materialvernichtenden Geknülle wird die wohl bald alle sein. Vielleicht helf ich ein bisschen nach. Muss das Knüllen ja noch üben. Europäer halt, oder wie mein Law Prof letztens meinte: “Kommunistin eben”. Aber das ist eine andere Geschichte.